Was ist eigentlich… Digitalisierung? [2/3] – Auswirkungen der digitalen Transformation

Hallo interessierter Leser!

Heute habe ich für Dich meinen zweiten Artikel zur Digitalisierung. Eigentlich sollte das Ganze schon letzte Woche erscheinen, die Recherche war dann aber doch umfangreicher und nun gibt es den zweiten Teil aus der Reihe. Bereit? Okay, dann los!

175 Zettabyte, ne ganze Menge. Also eine ziemlich große Menge. Eine Menge mit 21 Nullen dran… also so: 

175 000 000 000 000 000 000 000 Bytes.

Oder anders ausgedrückt: Die voraussichtliche Datenmenge, welche die Menschheit allein im Jahr 2025 generieren wird, nämlich eben jene 175 Zettabytes, passen auf genau 121.527.777.777.777.778 3,5 Zoll Disketten. 

Andere Zahl gefällig? Gut: Die Anzahl an Whats App Nachrichten pro Tag lag im Mai 2018 durchschnittlich bei 65 Milliarden, Gruppennachrichten nur einmal gezählt. Das ergibt 752.315 Nachrichten pro Sekunde.

Alles nicht gerade wenig, oder? Aber wie ich finde eine anschauliche Darstellung dafür, welche Dimensionen die Digitalisierung bereits erreicht hat. Dabei hat dieser ganze Prozess eine Menge Auswirkungen, sowohl positive als auch negative. Und um die soll es in diesem Beitrag gehen. Was also macht die Digitalisierung mit uns und unserer Gesellschaft? Welche Vor- und Nachteile verschafft sie?

Aus dem Bauch heraus würden viele vielleicht sagen: Das digitale Zeitalter macht das Leben bequemer und einfacher. Stimmt, da kann man zustimmen. Vieles ist wirklich einfacher geworden, Kommunikation zum Beispiel. WhatsApp, Telegramm und Co. verschicken in Sekundenbruchteilen Nachrichten, für die man sich früher erst einmal eine Telefonzelle hätte suchen müssen, von der Nummer ganz zu schweigen. Die hätte man dann vielleicht in den Gelben Seiten nachgeschlagen. Und heute? Smartphones nehmen uns die Arbeit ab, Personen und ihre Kontaktdaten sind nur ein paar Fingertips auf dem Touchscreen entfernt. Kein Problem also mal schnell Bescheid zu sagen oder die neueste Neuigkeit zu teilen. Da kommen wir aber schon auf einen Punkt zu sprechen: Was macht das eigentlich mit uns? Wenn man früher, also sehr viel früher, noch Briefe geschrieben hat, dann musste man sich genau überlegen was denn nun alles in den Inhalt sollte. Das dauerte seine Zeit und ich würde behaupten, unsere Art der Kommunikation hat sich verändert. Klar, das Medium ist anders, aber ich meine eben auch den Inhalt und unser Verhalten an sich. Wir kommunizieren mehr, mit mehr Menschen und das in kürzerer Zeit. Das ist auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite scheinen wir aber auch ständig erreichbar zu sein und eine vermeintliche Anonymität des Netzes fördert zum Teil auch menschliche Abgründe wie Hatespeech zu Tage. Die moderne Kommunikation hat Vorteile. Wichtige Informationen verbreiten sich viel schneller und Informationsmonopole lassen sich schwerer halten. Das stellt in der Regel einen großen Fortschritt da, fördert aber auch Möglichkeiten zur Desinformation.

Wenn wir schon bei moderner Kommunikation sind, dann ist natürlich das Smartphone nicht weit entfernt. Erst diese technischen Begleiter haben es uns ermöglicht, ständig vernetzt und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Erst sie erlauben es uns wirklich, ständig digital zu sein, ob wir über Apps wie PayPal bargeldlos bezahlen, unseren Alltag organisieren, auf Amazon shoppen oder soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram nutzen. Das Smartphone ist eine Art modernes Schweizer Taschenmesser geworden. Smartphones helfen uns in Verbindung zu bleiben, sie haben allerdings Nebenwirkungen. Ständiges Checken der kleinen Helfer kann zu Unkonzentriertheit, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen führen. Darüber hinaus gibt es noch andere digitale Begleiterscheinungen: FOMO zum Beispiel, Fear of missing out. Soziale Medien lassen uns am Leben anderer teilhaben, so sehr, dass wir manchmal glauben, Wichtiges zu verpassen. Digitalisierung hat diesen Effekt nicht erschaffen, er hat ihn aber verstärkt. Wenn wir es zulassen, macht Social Media unser Leben vergleichbar und das kann Druck erzeugen. Kann man sich dem entziehen, so findet man aber durchaus Nützliches und Inspirierendes.

Gehen wir mal weg von Kommunikation und Social Media. Was passiert in anderen Bereichen, zum Beispiel der Medizin? Wie wird sie durch den technologischen Fortschritt und die digitale Transformation verändert?

Beispiel Lungenkrebs: Google AI hat eine künstliche Intelligenz entwickelt, welche CT-Scans von Patienten auf mögliche Knoten im Gewebe analysiert. In Tests übertrafen die Ergebnisse die Einschätzungen von Radiologen, auch hinsichtlich der false positives, also in jenen Fällen, bei der ein Arzt eine Krebsdiagnose gestellt hätte, der Patient aber gesund war. Das System ist in der Praxis noch nicht im Einsatz und wird erst noch getestet werden müssen, die Auswirkungen liegen aber auf der Hand: Eine frühzeitigere Erkennung der Krankheit sowie eine bessere Behandlung, welche dem Patienten im besten Fall eine größere Chance auf Heilung verschaffen.

Es gibt noch andere Beispiele. Schon mal vom bis zu 2 Millionen Euro teuren Da-Vinci-Operationssystem gehört? Das System besteht im Grunde aus vier Roboterarmen, einem Videoturm und einer Steuerkonsole für den Chirurgen und wird in der Urologie und Gynäkologie verwendet. Vorteile für den Patienten sollen sich hier durch kleinere Schnittwunden und einen geringeren Blutverlust ergeben, allerdings existieren Studien, welche diese Vorteile in Zweifel ziehen.

Auch Menschen mit erblich bedingter Netzhautdegeneration lässt sich heutzutage in vielen Fällen helfen. Seh-Chips, Implantate für das Auge, helfen den Betroffenen und ersetzen die abgestorbenen Zellen. Die Technik ersetzt das Augenlicht nicht, dafür ist das Organ viel zu komplex. Allerdings stellt der Chip oftmals schon eine große Verbesserung dar.

Wer von Euch fährt eigentlich gerne selbst Auto? In einem modernen Mittelklassewagen stecken durchschnittliche über 100 Sensoren. Einparkhilfen, Spurassistenzsystem, Bremsassistent und so weiter und so fort, über autonom fahrende Autos haben wir dabei noch gar nicht gesprochen. Einer McKinsey-Studie aus dem Jahr 2017 zufolge, produzieren sogenannte Connected Cars bis zu 25 GB Daten pro Stunde, die Zahl dürfte in den letzten Jahren eher noch gestiegen sein. Während des Fahrens WhatsApp-Nachrichten diktieren oder den nächsten Termin abrufen ist schon längst kein Problem mehr, das eigene Smartphone muss lediglich mit der Infotainment-Anlage des Fahrzeugs verbunden werden. Systeme wie Android Auto oder Apple CarPlay erledigen dann den Rest, ohne das Smartphone auch nur in die Hand nehmen zu müssen, zumindest im Idealfall.

Besonders interessant, allerdings scheinbar noch wenig praxiserprobt, klingt das sogenannte Car2X-Konzept. Das X steht dabei lediglich für beliebige Dinge, das Auto kommuniziert dabei mit seiner Umwelt: Ampeln beispielsweise oder Baustellen. Ein Spezialfall ist die sogenannte Car2Car-Kommunikation. Autos könnten so Daten miteinander austauschen und sich so gegenseitig über Staus oder andere Gefahrensituationen informieren. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Sollten die Systeme einmal so zur Anwendung kommen, können Staus und Unfälle reduziert werden. Autos könnten mit Ampeln kommunizieren um eine grüne Welle abzupassen und der Berufsverkehr könnte schneller durchfahren werden. Allerdings stehen dem Car2X-Konzept noch einige Hürden gegenüber, Datenschutz sei hier beispielhaft erwähnt. Zum anderen ergibt sich ein Problem bei der Einführung. Das System bietet erst einen Vorteil, wenn schätzungsweise 10-15% der Fahrzeuge mit der Technik ausgestattet sind. Für die ersten Besitzer von Autos mit dieser Technologie dürfte sich eine Anschaffung also eher weniger lohnen.

Insgesamt macht die Digitalisierung das Autofahren bequemer und sicherer, allerdings gibt es eine Kehrseite: Wir fangen an, uns blind auf Technik zu verlassen; Beispiel Uber. 2018 überfuhr ein für autonomes Fahren ausgerüsteter Volvo in Phoenix eine Fußgängerin, weil die Software des Fahrzeugs die Person als unbedeutendes Hindernis einstufte. Das an sich ist zwar dramatisch, fairerweise muss man aber sagen, dass natürlich auch Menschen diese Art von Fehler begehen und dies nicht der eigentliche Kritikpunkt an der Technik ist. Das eigentliche Problem liegt woanders: Die eingesetzte Sicherheitsfahrerin schaute auf Ihrem Smartphone Fernsehen.

Bleiben wir beim Thema Mobilität: Was ist schöner als Fahren? Klar, Fliegen. Und wer hat schonmal von Lilium gehört? Das bayrische Start-up gilt als einer der deutschen Hoffnungsträger beim Thema Flugtaxis. Produkt des Unternehmens ist der Lilium Jet, ein Wandelflugzeug mit 36 Elektromotoren und mit doch recht beeindruckenden Daten wie ich finde: Der Jet soll selbstgesteuert mit einer maximalen Flugdauer von 60 Minuten und mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h je nach Modell 2 oder 5 Personen durch die Luft und an der Ort ihrer Wahl befördern. Das Ziel ist ehrgeizig, Kritik gibt es genug und auch die Konkurrenz schläft nicht. Einem Artikel der Welt zufolge sollen weltweit zwischen 138 und bis zu über 400 Unternehmen an ähnlichen Konzepten arbeiten. Darüber hinaus wurde mehrfach die Machbarkeit angezweifelt. Eine Reichweite von 300km sei unrealistisch und technisch nicht realisierbar. Andere halten dies jedoch durchaus für möglich, wenn auch Verbesserungen in der Batterietechnik gemacht würden. Sollten die Ziele erreicht werden, so liegen die Vorteile auf der Hand. Flugtaxis könnten den Verkehr in Innenstädten entlasten und völlig neue Mobilitätskonzepte ermöglichen. Zudem wäre ein Transport durch die Luft wesentlich schneller als am Boden. Eines scheint allerdings klar: Eine Beförderung von Passagieren durch die Luft wird wohl immer energieintensiver sein als ein Transport im Straßenverkehr.

Die digitale Transformation verändert unser Leben. An einigen Beispielen haben wir gesehen, wie neue Wirtschaftszweige entstehen und unser alltägliches Leben bequemer und einfacher wird. Die Digitalisierung verschafft uns wirtschaftliche Fortschritte, optimiert Prozesse und eröffnet uns neue Möglichkeiten. Sie hat aber auch Nebeneffekte, einer davon war der sogenannte Schwarze Montag. An besagtem 19. Oktober im Jahr 1987 fiel der Aktienindex Dow Jones prozentual mehr als an irgend einem anderen Tag der Börsengeschichte und kurze Zeit später zogen andere Kurse nach. Nicht unbedingt als einzige Ursache, jedoch als eine Art Katalysator leistete die damals eingesetzte Computertechnik ihren Beitrag. Ursprünglich eingesetzt um den Börsenhandel sicherer zu machen, nämlich vor menschlichem Fehlverhalten, verstärkten die Systeme die Abwärtsspirale, indem sie in immer kürzeren Abständen Verkaufsorders platzierten und die Kurse so nach unten trieben. In der Folge machte sich Panik breit und mehrere Milliarden Dollar verschwanden vorübergehend von der Bildfläche.

Bleiben wir noch kurz im wirtschaftlichen Bereich: Einhergehend mit digitaler Transformation hört man auch immer wieder einen Begriff, nämlich den der Disruption. Ich habe das Thema schon im ersten Artikel unserer Serie angesprochen, ich möchte hier aber nochmal darauf zurückkommen. Das Disruption alte Geschäftsmodelle in Frage stellt und neue hervorbringt ist bekannt. Damit einher gehen aber auch Veränderungen in der Arbeitswelt und in der Folge auch in unserer Gesellschaft. Digitalisierung wird oft als der Jobkiller schlechthin angesehen. Gerade Berufe im Niedriglohnsektor scheinen von Automatisierung bedroht zu sein. Vergessen wird hierbei gerne, dass die Digitalisierung auch neue Berufe schafft. Die Frage wird also sein, wie wir als Gesellschaft mit diesem Wandel umgehen, oder ob wir blindlings in die Probleme hineinlaufen werden, die sich am Horizont abzeichnen. Ob wir uns hier zum Positiven oder zum Negativen entwickeln, die Veränderung wird stattfinden. Ein Beispiel der jüngeren Geschichte ist hier Zalando. Das Unternehmen entließ 250 Mitarbeiter im Marketing, um diesen Bereich künftig stärker durch KI und Algorithmen abzudecken. Ein spannendes Bild geben hierbei zwei ehemalige und durch den Wechsel betroffene Mitarbeiterinnen in ihrem Blog. Sie selbst sehen sich nicht als Opfer der digitalen Transformation, eher einer Reorganisation. Neue Stellen schaffte Zalando nämlich für IT-Spezialisten.

Fassen wir unseren Blick etwas weiter, welche Auswirkungen hat eigentlich die Digitalisierung auf unsere Umwelt? Welche ökologischen Folgen gibt es angesichts des immensen Stromverbrauchs unserer computergestützten Welt? Google gibt selbst an, dass eine Suchanfrage 0,2g CO2 ausstößt. Verwunderlich ist das nicht, dass Internet besteht schließlich aus vielen Rechenzentren und einer großen Infrastruktur, welche 24/7 im Einsatz ist, also auch permanent mit Strom versorgt und eben auch entsprechend gekühlt werden muss. Die Zahlen sind allerdings widersprüchlich, 800 Millionen Tonnen CO2 sollen pro Jahr durch digitale Geräte und Anwendungen entstehen, nicht gerade ein Pappenstiel. Allerdings soll allein das gesamte Streamingvolumen der dritten Staffel Stranger Things zwischen Oktober 2018 und September 2019 für 189 Millionen Tonnen verantwortlich sein.

Sollten die Dimensionen stimmen, so hat das massive Auswirkungen auf unsere Umwelt. Auf der anderen Seite hat die digitale Welt aber auch positive Effekte. Alles was digital ist, verbraucht in dem Sinne keine physischen Ressourcen. So reduziert sich beispielsweise durch Streaming die Menge an gepressten DVDs und den für sie nötigen Verpackungen. Allerdings hat auch das einen Haken: Server und Infrastruktur sind keineswegs virtuell und haben einen ganz eigenen Rohstoffbedarf. Über die positiven und negativen Effekte kann man an dieser Stelle also streiten, manche behaupten, die Digitalisierung trage durch ihre Optimierungseffekte dazu bei, dass für bestehende Prozesse weniger Ressourcen verbraucht und weniger Kohlendioxid ausgestoßen würde, andere entgegnen, dass solche positiven Auswirkungen durch Reboundeffekte zunichte gemacht würden.

Nichtsdestotrotz gibt es sinnvolle und positive Projekte. Wer beispielsweise nachhaltig im Internet suchen möchte, der kann eine Suchmaschine wie Ecosia verwenden. Das Unternehmen verwendet die Gewinne aus den Suchanfragen, um Bäume zu pflanzen. Nach eigenen Angaben sind so über 102 Millionen neue Bäume entstanden.

Ein anderer Ansatz für mehr Nachhaltigkeit kommt vom Start-up Cloud & Heat. Das Unternehmen betreibt wassergekühlte Rechenzentren und reduziert so den für die Kühlung benötigten Energiebedarf. Darüber hinaus hat die Firma ein System entwickelt, welches das erwärmte Kühlwasser der Server nutzt und es in den Wasserkreislauf eines Gebäudes einspeist. Auf diese Art und Weise können über die Abwärme beispielsweise Büroräume beheizt werden.

Kommen wir zum letzten Punkt: Überwachung und Datenschutz. Eine Thematik mit weitreichenden Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und daher nicht zu vernachlässigen. Das Thema Datenschutz wird oftmals eher stiefmütterlich behandelt und besonders spannend scheint es auch nicht zu sein. Ab und an, wenn ein neues Datenleck bekannt wird, dann wird das Thema Datenschutz kurz heiß diskutiert, nur um dann wieder fallen gelassen zu werden. Spätestens seit Cambridge Analytica sollte aber klar sein, welche Wichtigkeit dieser Sache zukommen sollte. Viele von uns nutzen soziale Netzwerke, aber kaum jemand hinterfragt dieses System. Facebook ist eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, mit einem Produkt, dass für den normalen Nutzer völlig kostenlos ist. Jedem sollte klar sein, dass die Rechnung so nicht aufgeht. Das Zauberwort heißt „Daten”. Eben die sind für manche schon das Öl des 21. Jahrhunderts. Die Digitalisierung hat diesen Markt nicht erschaffen, Adresshandel gibt es schon sehr lange. Allerdings hat das digitale Zeitalter eine neue Dimension geschaffen. Ich möchte hier nicht wertend sein, auch ich nutze Instagram & Co. Uns sollte nur bewusst sein, dass unsere Daten monetarisiert werden und für große Unternehmen von bedeutender Wichtigkeit sind.

Das ist die wirtschaftliche Seite, es gibt aber noch eine sehr viel politischere, und die lässt sich nur allzu gut am Beispiel China veranschaulichen. Eine Möglichkeit sich das Ausmaß der Überwachung klar zu machen, ist die Anzahl installierter öffentlicher Kameras zu betrachten. In chinesischen Städten liegt die Zahl zwischen 12 und 168 Kameras pro 1000 Einwohner. Die Top-10 werden fast ausschließlich durch China angeführt, Ausnahmen sind allein London auf Platz 6 mit 68 und Atlanta auf Platz 10 mit 16 Kameras pro tausend Einwohner. Berlin hat gerade einmal 11 Kameras und landet auf Platz 19. Die chinesische Regierung begründet ihr Vorgehen mit der Absicht, mehr Sicherheit herzustellen. Die Frage ist aber wohl eher, für wen.

Abseits von Kameras gibt es natürlich noch viele weitere Möglichkeiten, eine davon ist das Programm Health Code. Wer sich in Deutschland schon über die Corona-Warn-App beschwert, der dürfte angesichts dieser Software schlaflose Nächte haben. Anwender müssen hier ihren Namen, eine ID und ihre Wohnadresse angeben, abgesehen von Informationen zum eigenen Gesundheitszustand und zu den Aufenthaltsorten der letzten zwei Wochen. Dabei sind die implementierenden Apps keineswegs verpflichtend, wer allerdings zur Arbeit gehen, U-Bahn fahren oder einkaufen möchte, der ist auf das Vorzeigen eines grünen Codes angewiesen. Außerdem ermittelt die App Standortdaten und leitet alle Informationen an eine lokale Behörde weiter.

Zugegeben, China ist ein ziemlicher Spezialfall. Alleine ist das Land aber nicht, wirft man einen Blick auf Russland.

Was Digitalisierung im Allgemeinen angeht, so ließen sich wahrscheinlich noch unzählige Beispiele dafür anführen, welche Auswirkungen sie auf unser Leben und unsere Gesellschaft hat. Obiger Text ist sicherlich nicht vollständig und beleuchtet längst nicht alle Aspekte. Ich denke aber, er enthält einen guten Querschnitt durch die Thematik und zeigt auf, wie verwoben die digitale Welt bereits mit unserer ist. Dabei ist Digitales nicht per se gut oder schlecht, es hängt wie immer von uns ab und was wir daraus machen.

Bis dahin!

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